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26. Mai 2026
„Magnificia Humanitas“ Lehrschreiben von Papst Leo XIV zu Künstlicher Intelligenz
„Magnificia Humanitas“
Lehrschreiben von Papst Leo XIV zu Künstlicher Intelligenz
Gestern wurde die Enzyklika „Magnificia Humanitas“ von Papst Leo XIV veröffentlicht. In seinem ersten Lehrschreiben mit dem Untertitel „Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ beschreibt der Papst Künstliche Intelligenz (KI) als eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit und fordert, dass technischer Fortschritt stets der Würde des Menschen dienen müsse. Verwiesen wird auf die Risiken einer Entwicklung, in der wenige Konzerne und Staaten durch KI Macht konzentrieren, soziale Ungleichheiten verschärfen und menschliche Beziehungen verdrängen könnten. Zugleich betont das Schreiben, dass Technologie nicht grundsätzlich schlecht oder menschenfeindlich sei, sondern verantwortungsvoll gestaltet und am Gemeinwohl ausgerichtet werden müsse. Im Mittelpunkt stehen der Schutz von Arbeit, Frieden, Wahrheit und der Schwächsten sowie die Forderung nach ethischen Regeln für Entwicklung und Einsatz von KI. Die Enzyklika ruft Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu auf, „menschlich zu bleiben“ und eine digitale Zukunft aufzubauen, die Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit stärkt.
Bischof Dr. Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, würdigte die Enzyklika: „Magnifica humanitas ist nicht allein eine Sozialenzyklika über Künstliche Intelligenz, sondern vor allem über den Menschen als Gemeinschaftswesen, das von Beziehungen lebt. Die Zukunft entscheidet sich nicht daran, wie intelligent Maschinen werden, sondern daran, ob der Mensch menschlich bleibt. Papst Leo ermutigt uns, neue Technologien im Lichte des Evangeliums mit Augenmaß zu nutzen.“
Den Gesamttext des Lehrschreibens von Papst Leo finden Sie auf der Webseite des Vatikans.
Informationsseite der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie hier.