25. Juni 2026
Empfehlungen zur Verbesserung der Suizidprävention in Deutschland
Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 10.000 Menschen durch Suizid, davon inzwischen deutlich mehr als 1000 Menschen durch einen assistierten Suizid. Weit über 100.000 Menschen unternehmen zudem einen Suizidversuch. Dennoch fehlt bislang eine dauerhaft finanzierte, bundesweit koordinierte Struktur der Suizidprävention.
Ein breites Bündnis zentraler Akteure aus Suizidprävention, medizinischer Versorgung, psychosozialer Unterstützung, Hospiz- und Palliativversorgung, zu dem auch der Deutsche Caritasverband zählt, empfiehlt daher konkrete politische Schritte.
Zu den Empfehlungen des Bündnis zählen u.a.:
- die Einrichtung einer bundesweiten Rufnummer als zentrale Anlaufstelle für suizidale Menschen
- die Errichtung einer Fachstelle des Bundes zur Koordination der notwendigen Maßnahmen in der Suizidprävention
- die Sicherung und (Weiter-)Entwicklung niedrigschwelliger Suizidpräventionsangebote
- Verbesserungen in der Hospiz- und Palliativversorgung wie z.B. in der stationären Altenhilfe, im Krankenhaus und in der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung
- Anstrengungen, der Normalisierung des assistierten Suizids entgegenzuwirken, z.B. durch eine Einschränkung der Werbung für Suizidhilfe und durch die Etablierung eines Schutzkonzeptes für vulnerable Risikogruppen
Das Papier können Sie hier herunterladen.