4. November 2025

Todeswünschen begegnen. Fünfter Kursdurchgang absolviert

Wie mit Sterbewünschen in katholischen Einrichtungen verantwortungsvoll umzugehen ist – diesem Thema widmete sich die Fortbildung „Todeswünschen begegnen: Begleitung von Menschen am Lebensende in katholischen Organisationen“. Ziel der Schulung ist es, Mitarbeitende darin zu stärken, Menschen am Lebensende ein Umfeld zu bieten, das ihren Lebenswillen unterstützt, ihre Selbstbestimmung achtet und ihren Wunsch nach einem würdevollen Sterben ernst nimmt.

 

Die jüngere Entwicklung in Deutschland – insbesondere die Öffnung der Suizidassistenz sowie die vermehrte Präsenz von Sterbehelferinnen in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen – führt vielerorts zu neuen ethischen und praktischen Herausforderungen. Um diese Fragen gemeinsam zu beleuchten, trafen sich haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte aus Pflege, Sozialer Arbeit, Hospizwesen, Seelsorge und Verwaltung zu einer zweitägigen Multiplikatorinnenschulung in der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld.

 

Im Mittelpunkt standen unter anderem folgende Fragen:

  • Wie können Einrichtungen professionell auf Sterbewünsche von Patientinnen und Bewohnerinnen reagieren?

  • Welche Schritte sind notwendig, wenn eine Suizidassistenz erbeten wird?

  • Wie positionieren sich kirchliche Dienste zwischen dem Anspruch auf Selbstbestimmung und dem Schutz des Lebens ihrer Klient*innen?

Diese und weitere Themen wurden innerhalb eines vielfältigen Schulungsprogramms aufgegriffen, das E-Learning-Elemente, die Reflexion konkreter Fallsituationen, Haltungsarbeit, Kommunikationstrainings und umfangreiche Dialogphasen miteinander verbindet.