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10. Oktober 2012

Grenzen des Helfens: 3. Fachtag Ethikforum im Bistum Münster

In einer Stellung vom 11. Januar hat der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, die Position der DBK zum assistierten Suizid dargelegt. Kopp reagierte damit auf den Beitrag »Den assistierten, professionellen Suizid ermöglichen” in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom selben Tag. Entgegen der in diesem Beitrag vertretenen Auffassung argumentiert Kopp, suizidales Begehren sei stets ein Ausdruck krisenhafter Entwicklungen und könne deshalb »eben nicht als besonderer Ausdruck der Selbstbestimmung verstanden werden«. Gewarnt wird zugleich vor den weitreichenden Folgen, sollte sich der assistierte Suizid als ein »Normalfall des Sterbens« etablieren.

 

Zur Position der Deutschen Bischofskonferenz gehört die Sorge vor einem durch Suizidhilfe möglicherweise geschaffenen Druck auf Kranke und Sterbende. Demgegenüber verweist Kopp im kirchlichen Bereich eine lebensbejahende Haltung an, die sensibel auf die Nöte der Betroffenen reagiert: »(U)nsere kirchlichen und caritativen Einrichtungen haben sich auf diese Weise der Förderung des Lebens verschrieben. Das Ermöglichen von Angeboten des assistierten Suizids in diesen Einrichtungen wäre mit deren Wesenskern nicht vereinbar.«

 

Die komplette DBK-Stellungnahme finden Sie hier